Dialogisches Lernen motiviert


Eine pädagogisch didaktische Reihe

Herausgegeben von Urs Ruf und Regula Ruf-Bräker

Die Reihe bietet in einzelnen Bausteinen Beispiele für Dialogisches Lernen im Unterricht.
Kommentierte Praxisbeispiele zeigen, wie Kinder von der ersten Grundschulklasse bis zum Gymnasium ihr Lernen im Austausch mit Lernpartnern und Lehrpersonen individuell gestalten und dokumentieren.


Folgende Bausteine sind erhältlich:

  • Dialogischer Deutschunterricht mit Schulanfängern von Regula Ruf-Bräker
  • Einfach anfangen von Regula Ruf-Bräker
  • Spannend erzählen von Urs Ruf
  • Drei-Minuten-Referat von Urs Ruf
  • Mein Lieblingsgegenstand von Regula Ruf-Bräker und Urs Ruf
  • Meinungsbildung von Urs Ruf
  • Aushandeln von Urs Ruf
  • Streitgespräch von Urs Ruf
  • Ein Frühlingsgedicht erfinden von Regula Ruf-Bräker und Urs Ruf
  • Einem Künstler begegnen von Regula Ruf-Bräker
  • Ruben spricht kein Wort Deutsch - und führt doch ein Reisetagebuch von Regula Ruf-Bräker
  • Ein Erlebnis in einem Brief erzählen von Urs Ruf und Regula Ruf-Bräker
  • Sich auf etwas freuen. Über Erlebtes berichten von Regula Ruf-Bräker
  • Was ist Freundschaft? von Regula Ruf-Bräker und Urs Ruf


  • Dialogisches Lernen:
    Beim Dialogischen Lernen spielt die Schriftlichkeit eine zentrale Rolle. Im Reisetagebuch oder Lernjournal lernen die Schülerinnen und Schüler vom ersten Schultag an, ihr Lernen sichtbar zu machen und das schulische Angebot im Austausch mit anderen immer besser zu nutzen. Die Lehrperson lenkt den Blick auf Qualitäten, die als vielfältige Angebote für individuelle Fortschritte untersucht und diskutiert werden.

    Im Lernjournal wird sichtbar, wie Schülerinnen und Schüler von sehr unterschiedlichem Begabungsniveau an diesem Prozess teilnehmen und wie sie dabei die Erfahrung der Autonomie, der sozialen Eingebundenheit und des kompetenten und erfolgreichen Handelns machen.

    Dialogisches Lernen
    • fördert fachliche und überfachliche Kompetenzen simultan
    • ist eine Antwort auf das Problem der Heterogenität
    • stellt Gelungenes in den Vordergrund
    • schafft ein Klima des Respekts und der Wertschätzung
    • weckt Interesse am Fach und am Austausch mit anderen



    Prof. Michaela Reitbauer, Pädagogische Hochschule Steiermark:

    "Die neue Reihe "Dialogisches Lernen motiviert" mit den kommentierten Praxisbeispielen zum "Dialogischen Lernen nach Ruf/Gallin" bietet DAS didaktische Fundament auf der Suche nach geeigneten Inhalten heterogenen Lerngemeinschaften zu begegnen.
    Die Themen der einzelnen Publikationen greifen die unterschiedlichen Voraussetzungen von Lernenden auf und stellen sie in das Zentrum unterrichtlichen Geschehens, implizieren lernförderliche Aspekte für alle Begabungsniveaus, sind für alle Entwicklungsstufen offen, inkludieren eine Rampe für Könner und öffnen für jeden Lernenden ein lohnendes Betätigungsfeld.
    Das Besondere an der Sammlung der erprobten Unterrichtssequenzen sind die anschaulichen offenen Aufträge und die detaillierten Beschreibungen von Schüler/innenbeispielen aus der Praxis. Sie zeigt sehr verständlich und transparent den Zirkel eines dialogischen Prozesses von der ICH- über die DU- hin zur WIR-Perspektive durch die Dokumentation der Lernspuren der Schüler/innen, den Austausch innerhalb der Lerngruppe und das Suchen und Finden von Qualitäten in den Schüler/innentexten.
    Lehrpersonen finden in dieser Praxisreihe nicht nur überaus brauchbare Umsetzungsmöglichkeiten, sondern auch eine fachwissenschaftliche didaktische Begleitung auf dem Weg zu einer Schule für alle.
    Eine gelungen Veröffentlichungsreihe, die in der Pädagogenlandschaft schon lange gesucht wird!



    Regula Ruf-Bräker
    war über 40 Jahre lang als Primarlehrerin tätig, davon 16 Jahre im Kanton Thurgau, wo sie in verschiedenen Funktionen auch am Lehrerseminar Kreuzlingen tätig war. Dort leitete sie während einiger Zeit die Übungsschule und hatte verschiedene Lehraufträge inne. Neben der Arbeit mit den Kindern der 1. bis 6. Klasse hatte sie Gelegenheit, Studentinnen und Studenten in die Praxis des Unterrichtens einzuführen. Daneben engagierte sie sich auch während vieler Jahre in der Lehrerweiterbildung. Bei einem Wechsel in den Kanton Zürich begegnete sie dort im Jahr 1989 der sich im Aufbau befindlichen Didaktik des Dialogischen Lernens. Sie wurde Mitglied der damaligen Projektgruppe unter der Leitung von Urs Ruf und Peter Gallin und war mit ihren Klassen massgeblich an der Entwicklung von Dialogischen Unterrichtssequenzen beteiligt. Auch nach ihrer Pensionierung im Jahr 2017 leitet sie Weiterbildungskurse und unterstützt zusammen mit ihrem Mann Urs Ruf verschiedene Schulen im In- und Ausland bei der Umsetzung des Dialogischen Lernens.

    Prof. em. Dr. Urs Ruf
    war über 20 Jahre lang Lehrer für Deutsch und Philosophie an einem Schweizer Gymnasium, bevor er 1999 als Professor für Gymnasialpädagogik an die Universität Zürich berufen wurde, wo er das Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik aufbaute und als Direktor leitete. Urs Ruf, der nach dem Primarlehrerdiplom Germanistik, Pädagogik und Psychologie studierte und über Kafka promovierte, hat Unterrichtserfahrung auf allen Schulstufen. Er war auch als Fachdidaktiker für Deutschunterricht auf allen Schulstufen tätig. Zusammen mit dem Mathematiker und Fachdidaktiker Peter Gallin hat er die Dialogische Didaktik entwickelt und in vielen Schulen des deutschsprachigen Raums implementiert. Seit seiner Emeritierung 2010 unterstützt und berät er Lehrer, Schulen und Behörden bei der Unterrichtsentwicklung und der Umsetzung neuer Lehrpläne.